Basler Forum Technik und Gesellschaft: Stammzelltherapie eröffnet neue Horizonte

   Grossbritannien: "Grünes Licht" fürs Klonen menschlicher Stammzellen
Blutstammzellen aus dem Bioreaktor
Deutschland: DFG gegen Import von Stammzellen
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Vorstoss der US-Forscher kritisiert, die erstmals gezielt Embryonen für die Forschung erzeugt hatten. Die DFG ist auch gegen den Import von Stammzellen aus speziell dafür erzeugten Embryonen. Für die DFG ergäben sich ethische Bedenken aus der Tatsache, dass "ein beginnender Mensch hergestellt wird, um getötet zu werden". 2001-07-19

Die Therapie mit Stammzellen wirft viele ethische und juristische Fragen auf, gleichzeitig bietet sie für eine Reihe von Krankheiten grosse Heilungschancen und sollte daher weiter intensiv verfolgt werden: Darin waren sich die Referentinnen und Referenten einig, die in Basel am Forum Technik und Gesellschaft zum Thema "Stammzellen: Forschung und Anwendung" am 15. September teilnahmen.

Insgesamt acht Referentinnen und Referenten aus der medizinischen Praxis und Forschung, der Rechtswissenschaften und der Ethik stellten im Zentrum für Lehre und Forschung der Universität Basel den aktuellen Stand der Stammzellen-Therapie dar und gaben ihre Einschätzung für die zukünftige Entwicklung und Bedeutung dieser Methode. Organisiert wurde das Forum von der Fachstelle BATS (Fachstelle für Biosicherheitsforschung und Abschätzung von Technikfolgen des Schwerpunktprogrammes Biotechtechnologie des Schweizerischen Nationalfonds), die es gemeinsam mit der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) veranstaltete.

Die Medienmitteilung mit Bildern der Veranstaltung und zusätzlichen Informationen, darunter ein Dossier zum Thema Stammzellen sowie Bilder der Referenten, ist unter der Internetadresse http:/www.bats/forum/forum2000/presse.htm zu finden. 

Schweiz: Embryonenforschungsgesetz (EFG): Eröffnung der Vernehmlassung am 22. Mai 2002
Das EFG soll die gesetzlichen Lücken füllen, die heute im Bereich der Embryonenforschung existieren. Zu regeln ist vor allem der Umgang mit überzähligen Embryonen, die durch In Vitro Fertilisation (IVF) entstehen können sowie die Frage, ob die Schweiz zukünftig die überzähligen Embryonen dazu verwenden darf, um embryonale Stammzellen herzustellen. Des weiteren soll das neue Gesetz regeln, ob die Schweiz den Import von ausländischen embryonalen Stammzellen zulässt. Nach heutiger Regelung ist die inländische Herstellung von embryonalen Stammzellen verboten. Nicht verboten ist aber der Import von embryonalen Stammzellen, da die Stammzelle nicht unter den Embryonenschutz fällt. 2002-05-22
Schweiz: Ja zur Forschung mit embryonalen Stammzellen
EU-Parlament streicht weitgehend Auflagen zur Embryonenforschung